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Friedensclub.de
Initiative zur Förderung ganzheitlicher Bildungssysteme/Bildungsprozesse


Appell

an Führungseliten der Religionen

zur Unterstützung der Forderung:
Einführung des Lehrfaches Menschenkunde in allgemeinbildenden Schulen“

Vorwort:
Die Meisten wissen, dass von einigen Religionen bzw. einzelner Anhängergruppierungen schon viel Leid ausging und immer noch ausgeht. Religionslose Menschen oder Führungseliten bilden dabei keine Ausnahme.  Dieser Tatsache sollte man sich einfach stellen und hinterfragen, wie solche Vorgänge am besten zu vermeiden sind.
Zuerst sollte man sich hinterfragen, wie es zu unterschiedlichen Entwicklungen des Menschen kommt. Warum ist ein Moslem  Moslem - ein Christ Christ - ein Evolutionsgläubiger Evolutionsgläubiger - etc.? Nun, die Frage lässt sich relativ leicht beantworten. Die Hauptursache liegt wohl im gesellschaftlichen Umfeld - Eltern, Schule, Freunde, etc. in welchem der heranwachsende Mensch aufwächst und somit geprägt wird. D.h.: Es ist in erster Linie maßgeblich ein Zufall, in welche Kultur (Lebensform einer Gesellschaft), auch Glaubenskultur ein Mensch hineingeboren wird. Zunehmende Lebenserfahrung und Auseinandersetzung mit anderen Kulturkreisen können dagegen Prägungen relativieren.
Problem: Bei den meisten Menschen fahren sich mit zunehmendem Alter Denkstrukturen leider oftmals so fest, dass Umdenkprozesse kaum noch Raum bieten. Es sei denn, dass trotz zunehmenden Alters eine Neugierde für neue Erkenntnisse vorhanden bleibt und geistige Beweglichkeit weiterhin besteht.  In der Regel kann man aber davon ausgehen, dass ein nachhaltig gebildeter Evolutions-Vertreter sich kaum von einem nachhaltig gebildeten Gottgläubigen überzeugen lässt wie auch umgekehrt. Der gleiche Vorgang gilt auch für Angehörige von Religionsgruppierungen mit unterschiedlicher Religionsauffassung.
Gehen wir davon aus, dass die großen Weltreligionen unabhängig ihrer Religionsphilosophien sowie auch evolutionär denkende Gruppierungen in ihrer Zielsetzung Frieden anstreben, in Glaubensfragen aber meist festgefahren sind, ist es wiederum zweckmäßig  zu hinterfragen, wo trotz allen zusammenhängenden Schwierigkeiten gemeinsame Schnittmengen vorhanden sind.
Elitärer Absolutheitsanspruch (siehe auch Vorurteile) der einzelnen Gruppierungen in Bezug auf die eigene Meinung bzw. eigene Wahrheitsfindung ist dabei kaum nützlich. Im Gegenteil. Absolutheitsanspruch der einen Seite sperrt - bedingt durch unbewusste psychologische Abläufe - den Dialog mit der anderen Seite. Absolutheitsansprüche einzelner Gruppierungen - auch Religionen - wirken deshalb zwangsweise destruktiv auf die ganzheitliche globale menschliche Entwicklung.
Unsere Meinung:
Die bestmögliche gemeinsame Schnittmenge im Hinblick auf friedlichem Miteinander basiert wahrscheinlich auf der Ebene der menschlichen Gefühlswelt.

 

Beispiel: Im Jahr 2000 haben sich römische Jesuiten dafür entschuldigt, dass die Kirche in der Vergangenheit über Angst-Suggestion versucht hat, ihre Mitglieder nachhaltig zu beeinflussen. In anderen Worten: Eine Gruppierung der Kirche gibt zu, dass sie in der Vergangenheit die Gefühle ihrer Mitglieder missbraucht hat.
Eine von Herzen kommende Entschuldigung ist aber nur glaubhaft, wenn sich die Kirche zukünftig nachhaltig für Aufklärung im Bereich Missbrauch menschlicher Gefühle religionsneutral einsetzt.
Hass - die Zerschlagung der Seele ist eines der schlimmsten psychischen Missbräuche, die einem Menschen passieren kann.
 
Der Missbrauch von Gefühlen der Menschen findet global auch heute auf vielen Ebenen menschlicher Gemeinschaften statt. Die meisten Menschen und Religionsgemeinschaften werden deshalb wohl darin zustimmen - sie sind ja um friedliches Miteinander bemüht (?) -, dass der beste Präventivschutz vor Missbrauch die Aufklärung über Methoden ist, die zum Missbrauch geführt haben. 
Was ist folglich naheliegend?
Um dem Missbrauch der menschlichen Gefühlswelt auf breiter Ebene entgegenzuwirken, benötigen wir eine neutrale (auch religionsneutrale) Bildung im Bereich der menschlichen Gefühlswelt. Man kann negative Gefühle (auch krankhafte Triebe) nicht einfach wegbeten. Man muss lernen sie zu erkennen und mit ihnen umzugehen ohne Mitmenschen zu schaden. Im Bereich der menschlichen Verhaltensforschung bedarf es einer fairen globalen Aufklärung, d.h. eine faire globale Friedensbildung, welche auch ein harmonisches Zusammenleben zwischen religiösen und religionslosen Menschen ermöglicht.

Der Papst hält es aus seiner Sichtweise als Vertreter Gottes auf Erden für verantwortungsbewusst, die Verhütung zu verbieten.

Die meisten Christen dagegen halten dieses Verbot - Gründe sind zu Genüge bekannt - für verantwortungslos.

Zusatzbemerkung:

  1. Der Auftrag Gottes an die Menschen war, "füllet die Erde und macht sie euch untertan". "Füllet" beinhaltet nicht "überfüllen".

  2. Der Mensch ist mit starken sexuellen Trieben behaftet. Ohne spezielle Verhütung wäre der Auftrag Gottes (sollte es ihn geben) absolut  widersprüchlich.


 

Es wird wirklich darauf ankommen, ob Machthaber sich mehr von der Dummheit oder von der inneren Selbständigkeit und Klugheit der Menschen versprechen." (Dietrich Bonhoeffer)
 
Zeit-Online 15.04.2011 
> "Appell an Religionsführer" 
Dieser Text ist ein Auszug aus dem neuen Buch von Helmut Schmidt, »Religion in der Verantwortung. Gefährdungen des Friedens im Zeitalter der Globalisierung
>  Macht endlich Frieden


Unser Appell 
an Führungseliten der Religionen
Friedensappelle seitens einer Religion sind leider nur Ausdruck des WILLENS zum Frieden. Sie sind nicht Ausdruck zur Friedensfähigkeit einer Religion. Wobei der Wille schon mal gut ist.
  • Nutzen Sie bitte die Möglichkeiten ihrer weltweiten Infrastruktur in puncto "Mitmenschlichkeit und Friedensabsichten". Setzen Sie sich bitte für die Reformierung der globalen Bildungssysteme ein, in welchen religionsneutral den Schülern Basis-Kompetenz emotionaler Bildung vermittelt wird.

  • Setzen Sie sich bitte für eine internationale Bildungskonferenz ein, in welcher ganzheitlich vernünftig ausgelotet wird, globale religionsneutrale gemeinsame Strategien im Bereich Friedensbildung zu entwickeln.

  • Reformieren SIE IHREN eigenen Religionsunterricht dahingehend, indem Sie in den eigenen Reihen schnellstens IHREN Schülern Erkenntnisse über die menschliche Verhaltensforschung vermitteln.

  • Unterstützen Sie bitte die Petition „Forderung der Einführung des Lehrfaches Menschenkunde in allgemeinbildenden Schulen“

 

Mit freundlichen Grüßen
das Team von
Friedensclub.de

 





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